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Erziehungsziele und Schwerpunkte

Ich verstehe meine Aufgabe als Tagespflegeperson darin, jedes Kind dabei zu unterstützen, zu einer selbständigen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit heranzureifen. Bei mir dürfen sich die Kinder mal dreckig machen, hinfallen und sich an ihre Grenzen wagen. Kinder, die fallen, können lernen, mit der Zeit so zu fallen, dass sie sich nicht wirklich verletzen und sie können dann ihre körperlichen Fähigkeiten viel besser einschätzen.


Ein weiterer Schwerpunkt meiner pädagogischen Arbeit ist die spielzeugreduzierte Umgebung. Täglich prasseln unendlich viele Eindrücke auf Ihr Kind ein. Diese zu verarbeiten ist wahre Schwerstarbeit. Daher bin ich bemüht, den Kindern eine Umgebung zu bieten, die es ihnen ermöglicht, sich zwischen wenigen aber bewusst ausgewählten Spiel- und Beschäftigungsmaterialien entscheiden zu können.

Ich lege Wert darauf, dass den Kindern Material zur Verfügung steht, welches in seiner Beschaffenheit nicht allzu vorgefertigte Spielmöglichkeiten bietet, sondern vielmehr Materialien, die zum kreativen und unterschiedlichen Einsatz kommen können. Grundsätzlich arbeite ich gerne mit sog. wertlosem Material wie Kartons, Eierkartons, Joghurtbecher und/oder Naturmaterialien wie z.B. Kastanien, Muscheln, Sand

Sprachliche Bildung

In den täglichen Alltagsituationen gebe ich den Kindern genug Raum und Zeit, sich sprachlich auszudrücken. Durch meine Bereitschaft, dem Kind zuzuhören und dem Kind die Zeit zu lassen, Worte zu finden, wird es angeregt, die Freude am Sprechen zu entwickeln.


Als wichtig erachte ich eine kontinuierliche Sprachbildung und -förderung, die voll in den Alltag integriert ist. Ich verstehe mich als Vorbild und rege die Kinder zur Nachahmung an. Dieses geschieht bei der Begrüßung, bei den Mahlzeiten, im Morgenkreis, beim Ansehen von Bilderbüchern, im Spiel, beim Singen und bei Rhythmusaktionen und während der Kindespflege.

Die Gemeinsamkeiten machen jedem Kind Spaß und Freude und bedeuten für sie Nähe, Beziehung und Wohlbefinden. Zusammen erweitern wir so den Wortschatz der Kinder und deren Kommunikationsfähigkeiten.


Ich tausche mich gerne mit den Eltern über die sprachliche Entwicklung ihrer Kinder aus. Ich interessiere mich für die Herkunftskultur der Familien und auch anderen Sprache, da ich selbst multikulturell aufgewachsen bin und gerne von anderen etwas lerne. Da ich aus dem Senegal komme, bin ich mit mehreren Sprachen aufgewachsen, spreche fließend Französisch und Deutsch als zweite Sprache. Außerdem spreche ich meine Muttersprache: Wolof.


Viele Kinder wachsen heute auch mehrsprachig auf. Sollte Ihr Kind ebenfalls dazugehören, so stehen ihm in meiner Tagespflege viele Möglichkeiten zur Sprachentdeckung in seiner Muttersprache aber auch in der deutschen Sprache zur Verfügung. So finden die Kinder bei mir z.B. Bücher in verschiedenen Sprachen und/oder wir singen mehrsprachige Lieder.


Sie können mich als Eltern gerne bei der Wertschätzung der verschiedenen Sprachen unterstützen, indem sie uns CD´S in der Muttersprache Ihres Kindes oder muttersprachliche Texte, die Sie aufgenommen haben, zur Verfügung stellen.  Gerne lade ich Sie auch ein, um den Kindern der Tagespflege ihre Feste und Bräuche, also Ihre Kultur und Sprache, näher zu bringen.


Ich überprüfe regelmäßig, welche Methoden und Materialien mich bei der sprachlichen Bildung unterstützen und weiterbringen. Anregungen durch Austausch mit Kolleginnen sowie Ansätze aus Fortbildungen beziehe ich bei der Weiterentwicklung meiner sprachlichen Konzeption mit ein.

Bild vom Kind

Jedes Kind, das zu mir kommt, bringt bestimmte Fähigkeiten und Fertigkeiten mit. Mein Ziel ist es, diese zu erkennen und somit jedes Kind ganz individuell dem gesetzlichen Auftrag folgend zu betreuen, zu bilden und zu erziehen.

Jedes Kind gleich welcher Herkunft, Religion oder eigenen körperlichen und geistigen Voraussetzungen hat die gleichen Rechte. Deshalb möchte ich in meiner Tagespflege im Umgang mit den Kindern nach folgenden Sätzen handeln:


  • Du hast das Recht genauso geachtet zu werden wie ein Erwachsener.

  • Du hast das Recht, so zu sein, wie du bist.

  • Du musst dich nicht verstellen und so sein, wie Erwachsenen das wollen.

  • Du hast das Recht auf den heutigen Tag.

Jeder Tag deines Lebens gehört Dir, keinem sonst.

Du, Kind, wirst nicht erst Mensch, Du bist Mensch.


Die Kindertagespflege ist ein außerfamiliärer Lebensraum, der die Bildung, Erziehung und Betreuung des Kindes in der Familie ergänzen und unterstützen soll mit dem Ziel, das Kind in seiner Entwicklung seiner Persönlichkeit individuell, ganzheitlich und ressourcenorientiert zu fordern und zu fördern. Dies geschieht bei mir vor allem in folgenden Bildungsbereichen

Bewegung

Ein Grundbedürfnis jeden Kindes ist es, sich zu bewegen und die räumliche und dingliche Welt mit allen Sinnen kennen und begreifen zu lernen.


Kinder bringen eine natürliche Bewegungsfreude und Fähigkeit mit. Strampelnd, kriechend, krabbelnd, rennend, springend, kletternd, mit anderen tobend, hüpfend, fassend, hebend, schiebend und auf vielerlei Art und Weise mehr und erobern sie sich und ihre Welt.


Die selbständige Bewegungsentwicklung bewirkt, dass das Kind Bewegung als ein freudiges Erlebnis erfährt. Es spürt seine Fähigkeiten und seine wachsenden Kompetenzen. Durch die Eigenaktivität merkt das Kind, dass es Dinge aus eigenem Antrieb und mit eigener Leistung schafft. Es ist weniger vom Erwachsenen abhängig, der ihm Bewegungsabläufe lediglich beibringen und damit nur antrainieren kann.


Bewegung fördert die körperliche aber auch die kognitive Entwicklung. So werden zum Beispiel die Sprachentwicklung und das mathematisch Grundverständnis durch das Ermöglichen vielfältiger Bewegungserfahrungen positiv unterstützt.


Ich ermuntere und unterstütze deshalb die Kinder beim Erproben ungewohnter Bewegungsabläufe und lasse sie ungewohnte Bewegungsabläufe erfahren. Mir ist es wichtig, dem angeborenen Bewegungsdrang so weit wie möglich freien Lauf zu lassen und diesen zu fördern und zu spezifizieren. Durch die Nutzung des Gartens und der gesamten Wohnung mit den verschiedenen Gegebenheiten von Versteck-, Kriech- und Tobemöglichkeiten wird der Bewegungs- und Entdeckungsdrang der Kinder mit allen Sinnen angeregt und gefördert. Ebenso durch unsere regelmäßigen Spielplatzbesuche.

Musisch-Ästhetische Bildung

Die Kinder haben jederzeit Zugang zu verschiedenen Orff-Instrumenten. Wir nutzen diese sowohl im Freispiel als auch zum gemeinsamen Musizieren. Die Kinder werden auch durch das Einsetzen von Musik-CD`s an verschiedene Musikrichtungen herangeführt und zum rhythmischen Bewegen angeregt.
Ein großes Sortiment Verkleidungssachen regt sie zum Verwandeln in eine andere Person/Tier oder Schlüpfen in andere Rollen an.
Ich stelle den Kindern regelmäßig kreatives Material zur Verfügung, welches sie zum Entdecken und Experimentieren einlädt.

Mögliche Formen pädagogischer Arbeit

Das Kind auf seinem Weg zu einem starken und selbstbewussten Kind zu unterstützen, ist mein Ziel.


Durch liebvollen und respektvollen Umgang, durch Vertrauen in seine Fähigkeiten, sowie durch ausprobieren und entdecken lassen, möchte ich das Selbstbewusstsein des Kindes unterstützen und stärken. Es soll in der Lage sein, seine Bedürfnisse und Wünsche mitzuteilen, seine Ideen zu äußern und umzusetzen.


Dies alles kann es sowohl im freien Spielen als auch in der Gemeinschaft eines Bewegungsangebotes, bei Spielen, eines kreativen Angebotes und/oder bei unseren Außenaktivitäten und Vielem mehr üben.